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Aberglaube und Glücksbringer

Als Glücksbringer gelten zum Beispiel:

Hufeisen: Ein Hufeisen soll für den Finder Glück bedeuten. Außerdem gibt es den Brauch Hufeisen über der Haustür anzubringen, um seine Bewohner vor Unglück zu bewahren, über der Stalltür soll es ebenfalls das Vieh beschützen. Wichtig ist dabei, dass die Öffnung nach oben zeigt, da sonst das Glück heraus tropft. Das Pferd galt seit jeher als Symbol für Kraft und Stärke. Seit die Griechen das Beschlagen der Pferde erfanden, gilt daher das Hufeisen bei fast allen Völkern als Glücksbringer.1)Diese alten Bräuche reichen sicher weit in die Vergangenheit zurück. Wahrscheinlich liegt ihr Ursprung in den Zeiten als man an Hexen glaubte und sich vor ihrem schädigenden Einfluss schützen wollte. Vielleicht trug auch die Form des Hufeisens zu seiner Bedeutung bei. Es erinnerte an die Sichel des aufgehenden Mondes, der ebenfalls ein Glückssymbol war, für Fruchtbarkeit und die Vermehrung von Hab und Gut stand.

Glücksschwein: Es gelten die rosigen Hausschweine von jeher als Glücksbringer. Warum das Schwein für Glück steht, darüber gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, das Schweine ihre Besitzer reich machen. Bescheiden ernähren sich Schweine von allem, was ihnen vor den Rüssel kommt. Steckt man in ein kleines Ferkel Essensreste und Abfälle wird daraus ein prächtiges großes Schwein, das sich dann teuer verkaufen lässt. Eine beachtliche Wertsteigerung ohne großen Aufwand und Einsatz, also leicht verdientes Geld. Aus diesem Gedanken heraus ist dann später auch das Sparschwein erfunden worden. Erst wird es gefüllt und gemästet, um dann später geschlachtet zu werden. Außerdem ist es neben seiner Bescheidenheit und billigen Haltung vor allem die Fruchtbarkeit, die das Schwein zum Glücksbringer erhebt. Schon für die Germanen war der Eber heilig. Das Schwein galt als Symbol der Fruchtbarkeit und damit als Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Wer über viel “Schwein” verfügte, galt bei den Griechen und Römern als privilegiert und gut situiert. Auch in anderen Kulturen spielt das Schwein eine Rolle: In Japan ist das Wildschwein ein Sinnbild der Stärke. In China dagegen ist das Schwein Symbol für Zufriedenheit und häusliches Glück aber auch für den Abschluss und die Vollendung.2)

Schornsteinfeger: Dieser tief verwurzelte Glaube an Schornsteinfeger als Glücksbringer ist Jahrhunderte alt und hat einen ernsten Hintergrund. Bereits im Mittelalter war der Dienst der Kaminkehrer überlebenswichtig. In den eng gebauten Häuserzeilen griffen Brände rasch um sich und vernichteten Leben, Hab und Gut. Grund waren häufig schlecht gereinigte Schornsteine: Über den brennenden Ruß konnte sich Feuer ausbreiten. War früher der Kamin verstopft, so bedeutete dies eine kleine Katastrophe für den betroffenen Haushalt. Der schwarze Mann kam da als Retter in der Not. Es konnte wieder gekocht und geheizt werden. Er bannte das Risiko, brachte das "Glück" zurück und bekam so den Ruf als Glücksbringer.3)

Quelle: frei nach 1) kidsweb 2) Hessischer Rundfunk 3) Christine Schröpf

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